Infolge des kontinuierlich anwachsenden Drucks Produktinnovationen zu schaffen und neue Produkte auf den Markt zu bringen, steigt auch die Anzahl der Produktionsanläufe rasant an. In den letzten zwanzig Jahren hat sich diese bei nahezu allen Automobilherstellern durchschnittlich mehr als verdreifacht. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Produktionsanläufe in immer kürzerer Zeit zu bewältigen, um ihre Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und wettbewerbsfähig zu bleiben – „Wenn wir ein neues Produkt statt in neun Monaten vielleicht in drei Monaten auf volle Produktionskapazität fahren, dann bedeutet das bares Geld für das Unternehmen“, so die Aussage des BMW-Produktionsvorstands T. Reithofer.

Demzufolge sind das Beherrschen des Produktionsanlaufs und dessen effizienter Umgang im Rahmen eines konsistenten und nachhaltigen Anlaufmanagements von wachsender Relevanz. Laut Experten aus der Automobilindustrie können durch einen effizienten Produktionsanlauf (zum Beispiel durch eine steilere Anlaufkurve) Potenziale von bis zu 5-%-Punkten der Modellrendite – bezogen auf die Gesamtlaufzeit eines Produkts – erschlossen werden.

Ziel des Anlaufmanagements ist die termingerechte Sicherstellung der Verfügbarkeit aller Bauteile für den Serienanlauf eines Produktes, die Verkürzung des Serienanlaufs, die transparente Gestaltung der Termine und des Reifegrads sowie die Minimierung der Anlaufkosten. Dazu gehören neben einem systematischen Anlaufstörungsmanagement auch die logistische Steuerung der Bauteiländerungen innerhalb des Änderungsmanagements und der Lieferanten im Rahmen des Lieferanten-Trackings.

 

Methoden

Entscheidend für den Erfolg im Anlauf automobiler Prozesse sind neben dem bereichsübergreifenden Verständnis für Abläufe und Konsequenzen aus Handlungen vor allem die Disziplin und Erfahrung der Beteiligten. Dies bringen unsere Berater aufgrund zahlreicher internationaler Referenzprojekte in der Automobilindustrie mit.

Zahlreiche z. T. unplanbare Faktoren beeinflussen Produkt-, Prozess- oder Anlagen-/Fabrikanläufe und deren gewünschten Ergebnisse. Neben der Expertise ist insbesondere in solch komplexen Wertschöpfungsnetzwerken ein ausgeprägtes Portfolio an Methoden gefragt. Klassische Prozessanalysetechniken wie die Wertstrom-/Material- und Informationsflussanalyse, Ishikawa-Diagramme oder 5-Why-Analysen sowie die Fähigkeit, die Kundensprache zu sprechen, zeichnen jeden unserer Berater aus. Dies zeigt sich in einem pragmatischen und stringenten Projektmanagement.

 

Referenzprojekte: Vorserienbegleitung und Anlaufmanagement

  • Projektkoordination, Analyse und IT-Design der weltweit eingesetzten Vorserienauftragsabwicklungsprozesse bei einem Automobilkonzern

  • wertschöpfungsstufenübergreifende Analyse/Restrukturierung der Produktions- und Versorgungsprozesse einer automobilen Versorgungskette mit Wertstromdesign

  • Installation, Einführung und Schulung eines Informationssystems für die Prototypen- und Vorserienabwicklung

 

Unser Ansprechpartner für Vorserienbegleitung und Anlaufmanagement

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